Peeling in der Hautpflege

Arten, Methoden, Vorsichtsmaßnahmen und der Meder-Ansatz

Welche Arten von Peelings werden in der Hautpflege eingesetzt?

Das Peeling ist ein wichtiger Bestandteil der Hautpflege, da es dabei hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen, das Hautbild zu glätten und die Hauterneuerung zu fördern. Heutzutage werden Peeling-Produkte anhand ihrer Wirkungsweise in fünf Haupttypen eingeteilt: mechanisch, chemisch, enzymatisch, biologisch und kombiniert (eine Mischung aus zwei oder mehr Methoden).

Jeder Typ hat seine eigenen Vorteile und Einschränkungen, weshalb es wichtig ist, den richtigen Typ für Ihren Hauttyp und Ihre Hautprobleme auszuwählen.

Mechanisch: basiert auf dem Prinzip der mechanischen Abrasion.

Chemisch: basiert auf der chemischen Auflösung der Hautstruktur, meist in den oberflächlichen Schichten.

Enzymatisch: Hier werden Enzyme verwendet, die bestimmte Bestandteile der Hautbarriere abbauen.

Biologisch: Hierbei werden Bakterien- und Pilzkulturen genutzt, um die Haut zu peelen.

Kombiniert: Hier werden mechanische Inhaltsstoffe in Kombination mit chemischen, enzymatischen oder biologischen Inhaltsstoffen verwendet.

Welche Arten von Peelings werden in der Hautpflege eingesetzt?

Mechanisches Peeling: Vor- und Nachteile

Für das mechanische Peeling gibt es zahlreiche Produkte, zum Beispiel Peelings auf Basis von Zucker, Salz, Reis, Steinen, Perlen, Opalen, mikronisierten Samen und Nüssen.

Außerdem gibt es Peeling-Produkte, die als Gommage-Peelings bezeichnet werden. Dabei handelt es sich im Grunde um sanftere Peeling-Varianten. Beliebt sind auch Peeling-Gele, die in der koreanischen Hautpflege (K-Beauty) verwendet werden. Peeling-Gele sind gelartige Formulierungen, die auf die Haut aufgetragen, getrocknet und dann durch eine Handmassage entfernt werden.

Auch traditionell verwendete Peeling-Tücher, -Handschuhe und -Schwämme (Konjak, Mikrofaser, Luffa usw.) zählen zu den mechanischen Peeling-Mitteln.

Hauttherapeuten nutzen für die mechanische Exfoliation verschiedene Technologien, zum Beispiel Dermabrasion mit Sand, Wasser oder Kochsalzlösungen, mechanisches Bürsten – die bekannteste Heimversion dieser Behandlung ist die Clarisonic-Bürste –, Ultraschall-Peeling oder -Scrubber sowie Dermaplaning, ein invasiver Eingriff mit hohem Risiko für Hautinfektionen und Narbenbildung.

Vorteile

Mechanische Exfoliation ist einfach durchzuführen und meist erschwinglich.

Mechanisches Peeling sorgt für eine sofort sichtbare Verbesserung und kann je nach Methode und Intensität relativ vielseitig eingesetzt werden.

Nachteile

Mechanisches Peeling kann aggressiv und traumatisierend für die Haut sein, insbesondere bei empfindlicher Haut.

Es ist nicht für den gesamten Hautbereich geeignet und kann Entzündungen verursachen, Infektionen verbreiten, das Hautmikrobiom schädigen und zu starkem Peeling führen.

Chemisches Peeling: Vor- und Nachteile

Bei chemischen Peelings werden Säuren oder Wirkstoffe eingesetzt, um die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen aufzubrechen. Zu den gängigen Arten gehören:

  • Alpha-Hydroxysäuren (AHAs): Glykolsäure, Milchsäure, Brenztraubensäure, Azelainsäure und Kojisäure. Sie sind am besten für trockene oder reife Haut sowie bei ungleichmäßigem Teint geeignet.
  • Beta-Hydroxysäure (BHA): Salicylsäure, die fettlöslich ist und sich daher besonders gut für fettige Haut eignet, um Poren zu befreien und Mitesser zu reduzieren.
  • Polyhydroxysäuren (PHAs): Gluconolacton und Lactobionsäure – sanftere Optionen für trockene oder empfindliche Haut.
  • Retinoide (Vitamin-A-Derivate): Retinol, Retinaldehyd und Retinsäure (in der EU und einigen anderen Ländern verschreibungspflichtig). Sie sind bewährt wirksam bei Sonnenschäden und solarer Elastose, können jedoch die Empfindlichkeit der Haut erhöhen.
  • Phenol war historisch gesehen eines der ersten chemischen Peelingmittel. Es wurde im frühen 20. Jahrhundert für ein tiefes Peeling mit dramatischen Ergebnissen verwendet, wird heute jedoch aufgrund schwerwiegender Gesundheitsrisiken wie Herzstillstand und irreversiblen Hautschäden weitgehend gemieden.

Trendwarnung: Alkalische Lösungen mit einem pH-Wert ≥ 8,0 (z. B. Natriumbicarbonat) werden in den sozialen Medien immer beliebter. Sie beeinträchtigen jedoch das Mikrobiom und die Hautbarriere erheblich und werden von Dermatologen definitiv nicht empfohlen

Chemisches Peeling: Vor- und Nachteile

Vorteile

Chemische Peelings sind bei einer Vielzahl von Hautproblemen, wie beispielsweise Pigmentflecken, Falten oder Akne, äußerst wirksam.

Je nach Zusammensetzung lassen sie sich auf eine sanfte oder intensive Peelingwirkung abstimmen.

Nachteile

Bei übermäßiger Anwendung können sie zu Empfindlichkeit, Austrocknung oder Hyperpigmentierung führen.

Chemische Peelings verändern den pH-Wert der Haut, was das Mikrobiom stören und die Barrierefunktion beeinträchtigen kann.

Selbst bei der Verwendung von Reinigungsmitteln oder Seren mit niedriger Säurekonzentration bergen chemische Peelings ein hohes Risiko der Überpeelingung.

Enzymatische Peelings

Sie nutzen natürliche Enzyme, um Proteine in abgestorbenen Hautzellen ohne aggressive Abrasion abzubauen.

Häufig werden pflanzliche Enzyme wie Papaya (Papain), Ananas (Bromelain) und Feigen (Ficin) in der Hautpflege eingesetzt, um die Hautstruktur sanft zu glätten. Dies erreichen sie, indem sie die Proteinbindungen in der Hornschicht hydrolysieren.

Vorteile

Enzymatische Peelings sind im Allgemeinen sicher und sanft für die meisten Hauttypen.

Sie glätten die Hautstruktur wirksam, ohne Reizungen zu verursachen.

Nachteile

Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut ist die Wirkung begrenzt, da das Peeling ausschließlich auf Proteine abzielt – nicht auf Talg oder verstopfte Poren.

Biologisches Peeling: die neue Dimension

Beim biologischen Peeling kommen probiotische Bakterien- oder Pilzkulturen zum Einsatz. Diese erneuern die Haut sanft und unterstützen gleichzeitig ihre natürlichen Erneuerungsprozesse.

Bakterielle Enzyme und Probiotika: Inhaltsstoffe der neuen Generation wie Keratoline verbinden proteolytische (Proteine abbauende), lipolytische (Talg abbauende) und karbohydrolytische (Polysaccharide entfernende) Wirkungen. Diese fortschrittlichen Formeln können die Poren reinigen, das Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht bringen und gesunde Peeling-Zyklen ohne Reizungen wiederherstellen.

Vorteile

Biologisches Peeling eignet sich für alle Hauttypen, auch für empfindliche Haut, die zu Akne oder Rosazea neigt.

Es trägt zur Erhaltung eines gesunden Mikrobioms bei und fördert gleichzeitig regelmäßige Erneuerungszyklen.

Im Vergleich zu aggressiveren Methoden birgt biologisches Peeling ein geringeres Risiko für Überpeeling oder Sensibilisierung.

Kombiniertes Peeling

Diese Kategorie verbindet mechanische Methoden mit chemischen oder enzymatischen Inhaltsstoffen für einen Mehrfachwirkungsansatz. Beispiele sind Peelings mit AHA-Säuren oder mit Enzymen angereicherte Peeling-Gele.

Abschließende Gedanken zur Wahl des Peelings: Jede Art von Peeling hat ihre Stärken und Schwächen. Mechanische Methoden bieten sofortige Ergebnisse, können bei übermäßigem Gebrauch aber aggressiv sein. Chemische Peelings sind vielseitig, können jedoch das Mikrobiom stören. Enzymatische Optionen sind sanft, aber in ihrer Wirkung begrenzt. Biologische Peelings hingegen stellen ein vielversprechendes Gleichgewicht zwischen Wirksamkeit und Sicherheit dar

Das Wichtigste ist Maßhalten, denn zu häufiges Peeling kann zu Reizungen, Empfindlichkeit und langfristigen Schäden an der Hautbarriere führen. Wählen Sie ein Peeling, das zu Ihrem Hauttyp und Ihren Hautproblemen passt und dabei den natürlichen Erneuerungsprozess Ihrer Haut berücksichtigt!

Der Meder-Ansatz zur Hauterneuerung: Von der Klinik bis nach Hause

Das Peeling ist ein wesentlicher Schritt bei jeder Gesichtsbehandlung, da es die Durchlässigkeit der Haut verbessert und die Erneuerung wirksam anregt.

Bei Meder erfüllen wir diesen Bedarf mit unserer Enzy-Peel-Maske, die ein wichtiger Bestandteil aller sechs Meder Biofacials ist. Diese wurden für die Behandlung verschiedener Hautprobleme entwickelt. Dieses innovative Peeling verbindet biologisches Peeling mit mikrobiomfreundlicher Pflege und gewährleistet sichere und wirksame Ergebnisse für alle Hauttypen. Hauptmerkmale der Enzy-Peel-Maske:

  • Probiotischer Komplex Keratoline™: eine Mischung aus keratolytischen, proteolytischen, karbohydralytischen und lipolytischen Enzymen, die aus Bakterien- und Hefekulturen gewonnen werden. Diese Enzyme lösen sanft die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen auf, reinigen die Poren, entfernen überschüssigen Talg und glätten die Hautoberfläche.
  • Mikronisierte Opalpartikel: Sie wirken als sanfte mechanische Peeling-Partikel und ergänzen die enzymatische Wirkung für einen doppelten Peeling-Effekt.
  • Sheabutter-Basis: Bio-Sheabutter pflegt und regeneriert die Hautbarriere nach dem Peeling, wodurch die Feuchtigkeitsversorgung und Hauterneuerung optimiert werden.

Professionelle Vielseitigkeit

Enzy-Peel ist im professionellen Umfeld äußerst vielseitig einsetzbar:

Es kann mit einem Ultraschall-Peeling für eine Tiefenpeeling-Behandlung kombiniert werden.

Es kann als sanfte Enzymmaske für empfindliche oder melaninreiche Haut verwendet werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Peeling-Produkten, welche den pH-Wert der Haut verändern, bewahrt Enzy-Peel das natürliche pH-Gleichgewicht und ist somit für alle Hauttypen, einschließlich empfindlicher und reifer Haut, geeignet.

Lösung für die Heimpflege:

Die Heimversion von Enzy-Peel ist einer unserer Bestseller und für die wöchentliche Anwendung empfohlen. Dieses sanfte und zugleich wirkungsvolle biologische Peeling reinigt die Haut gründlich, ohne das Mikrobiom zu beeinträchtigen.

Für optimale Ergebnisse:

  1. Tragen Sie Enzy-Peel auf die gereinigte, leicht feuchte Haut auf – am besten nach einer warmen Dusche, wenn das Badezimmer noch dampfend ist.
  2. Verteilen Sie das Produkt gleichmäßig auf Gesicht und Hals und lassen Sie es 5–10 Minuten einwirken, damit die Enzyme ihre Wirkung entfalten können.
  3. Für ein intensiveres Peeling massieren Sie Ihre Haut sanft mit angefeuchteten Fingern in kreisenden Bewegungen (dies ist optional und sollte bei empfindlicher Haut vermieden werden).

Das Ergebnis? Ihre Haut fühlt sich nach jeder Anwendung glatt, weich und strahlend an.

Tägliche Erneuerung für reife Haut

Für reife oder trockene Haut, die regelmäßige Unterstützung bei der Erneuerung benötigt, empfehlen wir unsere Energy-Net Cleansing Mask als tägliche Lösung. Dank der geringeren Konzentration an Keratoline™ aktiviert sie die Erneuerung sanft, ohne die Haut zu stark zu peelen. Dank der Zugabe von Niacinamid fördert Energy-Net eine gesunde Sauerstoffversorgung, stärkt die Hautbarriere und schützt das Mikrobiom, während sie für eine optimale Feuchtigkeitsversorgung sorgt.

Anwendung: Tragen Sie die Maske auf die gereinigte Haut auf, lassen Sie sie einige Minuten einwirken und spülen Sie sie anschließend mit lauwarmem Wasser ab.

Meder’s Ansatz zur Exfoliation verbindet wissenschaftlich fundierte Innovation mit mikrobiomfreundlicher Pflege und erzielt sowohl in Kliniken als auch zu Hause professionelle Ergebnisse.

Kollagen – das Fundament jugendlicher Haut